Quellstein

Der Vilbeler Steinbruch hat eine historische Vergangenheit, und wurde nachweislich schon von den Römern genutzt. Der Sandstein wurde aufgrund seiner guten Eigenschaften und Haltbarkeit sehr geschätzt und in vielen Gebäuden in Bad Vilbel als Baumaterial verwendet. Auch das Verwitterungsprodukt , den Quarzsand, haben die bekannten Vilbeler Buben traditionell an den Verbraucher auch außerhalb der Stadt geliefert. Das Wasser, das den Stein in meiner Arbeit in einem ständigen Prozess weiter formt, ist das aktive, lebendige und fließende Element unserer Stadt. Dennoch wirkt es hier durch den weichen Fächer besinnlich und ruhig und lädt geradezu zur meditativen Betrachtung ein. Der Sprudel symbolisiert die Quelle , die aus der Erde kommt. Daher ist die Wasserdüse auch in der Erde angebracht und nicht direkt am Stein.

Vielleicht wird das Wasser auch im Laufe der Zeit den Stein weiter formen. Somit ist der Entstehungsprozess noch nicht abgeschlossen, sondern geht weiter solange das Werk besteht. Daher habe ich den Stein auch von jeder Seite verschieden bearbeitet. Die Vorderseite belassen, die linke Seite in Wellenform gleich einem Wasserfall der unten Gischt erzeugt, die am Stein zu sehen ist. Die rechte Seite organisch rund, wie vom Wasser bearbeitete Formen. Die Rückseite zeigt die Arbeitsspuren des Steinabbaus wie sie auch in Bad Vilbel früher einmal praktiziert wurden. Zudem sind Symbole der Vilbeler Wassergeschichte zu sehen, die im Stil von Felsmalereien gemalt sind. Es sind Sprudel zu sehen, drei LKWs die aus dem Vilbeler Verkehr nicht mehr weg zu denken sind, Wasserkästen und Flaschen, der Friedrich-Karl-Sprudel und eine römische Amphore, die in Bad Vilbel gefunden wurde.

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